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Die Ausstellung "Beziehungswandel"

Der Arbeitskreis Tagespflege hat im Rahmen der 3. Kasseler Tagespflegetage 2008 eine Fotoausstellung mit dem Titel „Beziehungswandel“ erstellt. Die Ausstellung zeigt Fotografien von Menschen mit ihren Angehörigen in jungen Jahren und im Alter. 

Es wird sowohl fotografisch als auch anhand von biographischen Texten der Frage nachgegangen, welche Veränderungen in Beziehungen mit dem Älterwerden einsetzen und wie diese auf dem Hintergrund des gemeinsam Gelebten wahrgenommen und verarbeitet werden. 

Die Ausstellung wurde erstmals im September 2008 gezeigt und ist seither in den Tagespflegen des Arbeitskreises, sowie in Beratungsstellen, Alten- und Pflegeheimen und in Kirchengemeinden gezeigt worden. Zum Teil wurden begleitend Lesungen biographischer Texte sowie Gedichte und Kurzgeschichten zum Thema Alter und Beziehung angeboten. 

Die Texte wurden von der Frauenschreibwerkstatt Kaufungen unter der Leitung von Kirsten Alers und der Literaturagentur des AWO Stadtteilzentrums am Wehrturm erarbeitet. Die fotografische Gestaltung und Bearbeitung übernahm Klaus Wagner.

 

Ausleihe

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden. Interessenten wenden sich bitte an: 

Tagespflege Lossetal

-Herr Jona Königes-

Tel.: 05605 / 800 – 755

oder mittels e-mail Kontakt (siehe Kontaktformular.)

 

Flyer zur Ausstellung 

 

Idee und Inhalt der Ausstellung 

In vielen Jahren tagespflegerischer Betreuung von Senioren und deren pflegenden Angehörigen haben wir uns auch intensivst mit der Biografie und dem familiären Umfeld unserer Tagesgäste befasst.  

Der alte Mensch, so wie wir ihn kennen lernen, zeigt uns nur einen Teil seines Seins und seiner Biografie. Das, was ihn in jüngeren Jahren bewegt, geprägt und ausgemacht hat, erfahren wir oft nur, wenn wir uns die Zeit nehmen, ihm zuzuhören, und wenn wir mit den Angehörigen sprechen. In diesen Gesprächen rücken die Persönlichkeiten der Beteiligten ins Licht.  

  • Wie war die Beziehung zueinander?

  • Wodurch war sie geprägt?

  • Was war tragend oder belastend?

  • Was hat sich im Lauf der Jahrzehnte verändert?

  • Von was heißt es Abschied nehmen, loslassen?

  • Was bleibt trotz Alter, Krankheit und Hilfsbedürftigkeit erhalten?

  • Bleiben die Liebe, die Verbundenheit, die Dankbarkeit?

  • Bleiben auch die Enttäuschung, die verpassten Gelegenheiten, die fehlende

  • Anerkennung?  

Das alles gehört zu Beziehungen, zu Familie, Partnerschaft und Freundschaft. „Loslassen - und sich trotzdem nah sein, das ist die Kunst!“  

Wir gehen mit dieser Ausstellung diesen Facetten des Beziehungslebens und Beziehungswandels durch die Faktoren Alter und Pflegebedürftigkeit nach. Wir zeigen auf, wie unterschiedlich die Situation der Pflegebedürftigkeit sowohl vom Erkrankten als auch von den Angehörigen auf dem Hintergrund der gemeinsam gelebten Beziehung erlebt wird.
 

Unser Dank 

Wir danken allen Beteiligten, die sich bereit erklärt haben, uns Einblick in ihre Beziehungen zu gewähren. Nicht immer fiel es leicht, sich so – wie in dieser Ausstellung zu sehen – zu zeigen. Beim Erarbeiten der Ausstellung wurden viele Geschichten erzählt, es wurde geweint, sich gefreut und über die Veränderungen in den Beziehungen nachgedacht. Allen Beteiligten war es ein Anliegen, dieses Projekt zu unterstützen, um auf die Situation pflegebedürftiger alter Menschen und deren pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen.  

In einer Gesellschaft, die der Jugendlichkeit einen immer größeren Stellenwert einräumt, wird zu wenig berücksichtigt, dass nicht alle Menschen bis ins hohe Alter vital und selbstständig leben können. Eine Erkrankung wie Alzheimer reißt den Menschen aus seiner Mitte und führt oft neben Hilflosigkeit zur Isolation. Ohne die Unterstützung der Angehörigen wären ein Leben in vertrauter Umgebung und der Erhalt von Lebensqualität oft nicht möglich. Angehörige stellen immer noch den größten „Pflegedienst“ in unserer Gesellschaft! Dabei dürfen sie nicht alleingelassen werden! Gesellschaftliche Anerkennung und Unterstützung in Form von Beratung, Hilfe und Entlastung der pflegenden Angehörigen müssen dringend weiterentwickelt werden.  

Einen herzlichen Dank an Klaus Wagner, dem es gelungen ist, Stimmungen, Lebendigkeit und Beziehungsvielfalt der Paare und Familien fotografisch festzuhalten, und für die Gestaltung dieser Ausstellungstafeln.Zur Erstellung der Ausstellungstexte wurden Interviews geführt. An dieser Stelle danken wir den Autorinnen und Autoren der Frauenschreibwerkstatt Kaufungen unter Leitung von Kirsten Alers, der Literaturagentur des AWO-Stadtteilzentrums Am Wehrturm in Kassel und allen Angehörigen, die ihre Gefühle und Erinnerungen in Worte gefasst haben.  

Diese Ausstellung wurde durch die Unterstützung der Gerhard-Fieseler-Stiftung, der Kasseler Sparkasse, der Werbeagentur Grede und des Seniorenbeirat der Stadt Kassel ermöglicht. Auch den Sponsoren einen herzlichen Dank.

 

Galerie zur Ausstellung 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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